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Was bedeutet Storytelling?

12. Aug.
2 Min. Lesezeit
Was bedeutet eigentlich Storytelling? Bild mit Story auf Polaroids

Storytelling beginnt nicht mit «Es war einmal»


Bei Storytelling denken viele an grosse Geschichten, an eine besondere Gründungsgeschichte, einen emotionalen Wendepunkt oder ein Erlebnis, das unbedingt erzählenswert sein muss.


Gutes Storytelling in deinem Angebot macht einen enormen Unterschied in Social-Media-Beiträgen, Werbevideos aber auch Vorträgen. Doch viele tun sich schwer und fragen sich «Was soll ich denn erzählen?


Keine Panik, Storytelling braucht kein Drama.

Es beginnt oft bei einer ganz gewöhnlichen Situation, die deine Kundinnen und Kunden gut kennen.


Nehmen wir eine Massagepraxis. Auf der Website könnte stehen:

«Wir bieten entspannende Massagen an.»


Das beschreibt zwar das Angebot. Im Kopf entsteht dabei aber kaum ein Bild.


Anders klingt es so:

Du sitzt seit Stunden am Schreibtisch.

Der Nacken zieht. Deine Schultern fühlen sich hart an und du merkst, wie du immer angespannter wirst. Am Abend bist du müde und gereizt. Eigentlich möchtest du dich einfach wieder leicht und entspannt fühlen.


Jetzt sehen wir eine Person in einer konkreten Situation. Wir verstehen ihr Problem und wissen, was sie sich wünscht.


Damit ist die Ausgangslage der Geschichte geschaffen.



Eine Geschichte braucht Veränderung


Eine Situation allein ist noch keine vollständige Geschichte. Damit daraus eine Erzählung wird, muss sich etwas bewegen.


Die Person nimmt ihr Problem wahr. Sie entscheidet sich, etwas zu verändern. Danach fühlt sich ihre Situation anders an als zuvor.


Bei der Massagepraxis könnte die Geschichte also weitergehen:

Die Person vereinbart einen Termin. Nach der Massage sitzt sie aufrechter im Auto, lässt die Schultern sinken und merkt, dass sich ihr Körper wieder leichter anfühlt.

Dafür braucht es keine erfundene Heldengeschichte und kein übertriebenes Versprechen.


Es reicht, einen nachvollziehbaren Weg zu zeigen:


→ Wie fühlt es sich vorher an?

→ Was passiert?

→ Was verändert sich danach?


Diese Veränderung macht aus einer Beschreibung eine Geschichte.



Wenn ein Produkt für mehr steht


Storytelling kann noch eine weitere Ebene haben.


Ein Laufschuh kann für Disziplin stehen.

Eine Reise für Freiheit. Eine Uhr für Erfolg.


Aber diese Bedeutung entsteht nicht allein dadurch, dass eine Marke sie behauptet.

Der Laufschuh steht erst dann glaubwürdig für Disziplin, wenn Geschichten diese Haltung zeigen.


Zum Beispiel: Eine Person, die an einem kalten Morgen die Schuhe bindet und trotzdem laufen geht, obwohl das Sofa gerade verlockender wäre.

Der Schuh ist dabei nicht die Hauptfigur. Der Mensch ist es.


Das Produkt begleitet ihn auf dem Weg zu der Person, die er sein möchte.


Hier treffen Storytelling und Positionierung aufeinander. Eine Marke erzählt mit ihren Geschichten, wofür sie steht und welche Menschen sich darin wiedererkennen sollen.



So kannst du selbst beginnen


Nimm ein Angebot, das du gerade vermarkten möchtest.

Schreibe nicht zuerst auf, was es kann. Denke an einen konkreten Moment, in dem jemand merkt: «So möchte ich nicht weitermachen.»


Beschreibe diesen Moment möglichst anschaulich. Zeige danach, welche Veränderung sich die Person wünscht und welche Rolle dein Angebot dabei spielt.

Du brauchst dafür keine aussergewöhnliche Geschichte. Erzähle eine vertraute Situation in der sich Personen wiedererkennen und eine Veränderung, die sich echt anfühlt.


Brauchst du Unterstützung im Bereich Storytelling oder Digital Marketing allgemein? Ich coache dich gerne ganz individuell zu deinen wichtigsten Themen.


Deine Jeannine



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